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Presseinformation
Schwarzwald MedicalResort Obertal

Diabetes
mellitus: Frühzeitige Selbsthilfe statt einschneidender
Entbehrungen
Grundlegendes Umdenken
in der Diabetes-Behandlung / Prävention setzt auf
aktive Mitwirkung der Patienten / Multi-Metabol-Therapie
reduziert Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen
um ein Vielfaches
Nicht die bereits
seit dreieinhalbtausend Jahren bekannte Krankheit
Diabetes liefert Grund zur Besorgnis. Als Folge
unserer Wohlstandsgesellschaft warnen Experten vielmehr
vor den Auswirkungen der gefährlichen Kombination
aus einseitiger, fettreicher Ernährung und mangelnder
Bewegung, die zu einem alarmierenden Anstieg Betroffener
führte. Traf Altersdiabetes früher überwiegend Senioren,
liegt ihr Anteil aktuell nur noch bei 20 bis 30
Prozent. „Da charakteristische Warnzeichen meist
fehlen und leicht erhöhte Blutzuckerwerte noch keine
Beschwerden verursachen, stellen Ärzte eine Zuckerkrankheit
in der Regel eher unvermutet fest“, weiß Dr. med.
Joachim Dietz, ärztlicher Leiter im Schwarzwald
MedicalResort Obertal, früher bekannt unter der
Bezeichnung Schwarzwald Privatklinik Obertal in
Baiersbronn. Neben den ca. sechs Millionen Deutschen,
die bereits an so genanntem Diabetes mellitus Typ
2 leiden, liegt die Zahl der Betroffenen, die noch
nichts von ihrer Krankheit ahnen, laut Angaben des
Deutschen Diabetiker Bundes infolgedessen bei mehr
als drei Millionen. Voraussetzung für eine Erkrankung:
eine ererbte Veranlagung. Leidet ein Elternteil
an Altersdiabetes, liegt die Gefahr, als Erwachsener
ebenfalls zu erkranken, bei rund 80 Prozent. „Gelingt
es uns frühzeitig, die wichtigsten Risikofaktoren
auszuschalten, bleiben Menschen trotz Vererbungsrisiko
mehrheitlich gesund. So reduziert bereits richtige
Ernährung und konsequent durchgeführtes Bewegungstraining
das Risiko nachhaltig“, erläutert Dr. Dietz.
Die Multi-Metabol-Therapie
Vor diesem Hintergrund entwickelten Ärzte im
Schwarzwald MedicalResort Obertal ein spezielles,
ganzheitliches Behandlungsprogramm, das sich in
besonderem Maße an Risikogruppen wendet. Infolgedessen
setzt die Multi-Metabol-Therapie im Wesentlichen
auf Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe. „Allein
durch eine nachhaltige Änderung der Lebensgewohnheiten
erreichen wir in den meisten Fällen ein Zurückdrängen
des Altersdiabetes in ein Vorstadium mit normalen
Blutzuckerwerten“, berichtet Dr. Irmgard Niestroj,
Autorin des Diabetiker-Ratgebers „Natürlich gesünder“
(Herbig-Verlag). Aus vier Teilen bestehend, setzt
die Therapie auf richtige Ernährung, Vitalisierung,
Entspannung und Bewegung. So beinhaltet eine ideale
Nahrungszusammensetzung 50 bis 60 Prozent komplexe
pflanzliche Kohlenhydrate in Form von Gemüse, Salat,
Obst und Vollkornprodukten, 10 bis 20 Prozent Eiweiß
und höchstens 30 Prozent Fett, vorrangig Olivenöl.
Durch den gezielten Einsatz von Vitalstoffen unterstützt
die Therapie den Stoffwechsel. „Durch die Gabe von
Zink passen wir die Insulinproduktion und Wirkung
bedarfsgerecht an, Chrom verbessert die Glucosetoleranz
und Kupfer gewährleistet eine bestmögliche Insulinfreisetzung.
Mit Hilfe eines bei uns entwickelten Vitamin B-Komplexes
optimieren wir zudem die Zuckerverwertung sowie
die Energiebereitstellung und senken die Risiken
erhöhter Zuckerwerte“, erläutert die Ärztin. Des
Weiteren führt gezielter Stressabbau zu einer Reduktion
des Blutzuckerspiegels. Durch die Vermittlung verschiedener
Techniken lernen Patienten auch im Alltag bewusst
zu entspannen. Strukturierte Bewegungsprogramme
– täglich zusätzlich eine halbe Stunde – erhöhen
zudem die tägliche Muskelarbeit und sorgen für zusätzlichen
Insulinverbrauch. „Eine Mehrzahl der Patienten weiß
bedauerlicherweise zu wenig über den Diabetes und
dessen Folgeerkrankungen. Auch entsprechende Schulungen
unter ärztlicher Anleitung stoßen im Allgemeinen
auf zu wenig Interesse“, veranschaulicht Dr. Niestroj.
So führte bei etwa 60 Prozent der Patienten die
Stoffwechselstörung bereits vor ihrer Diagnose zu
arteriosklerotischen Veränderungen in den Arterien
von Herz, Gehirn und Beinen, bei 10 bis 20 Prozent
zu einer Veränderung des Augenhintergrundes bzw.
Nierenschäden.
Diabetes tut nicht weh
Der Typ-2-Diabetes beginnt relativ harmlos.
Hält bei gesunden Menschen Insulin den Blutzuckerspiegel
in bestimmten Grenzen, bildet die Bauchspeicheldrüse
bei erblich Vorbelasteten zwar zunächst ausreichend
Insulin, die Körperzellen reagieren jedoch unempfindlicher
auf das Hormon. Die Zuckerverwertung funktioniert
nur zögerlich. Häufigste Ursache dieser so genannten
peripheren Insulinresistenz: sinkende Aktivität
der Betroffenen bei stetig steigendem Körpergewicht.
Durch das Bestreben des Organismus, den Blutzuckerspiegel
dennoch zu normalisieren, produziert die Bauchspeicheldrüse
in diesem Stadium zwei- bis dreimal mehr Insulin.
Folge: zunehmendes Aussetzen der Hormonproduktion
durch permanente Überlastung. Von nun an besteht
absoluter Insulinmangel. Als zuckerkrank gilt, wer
nüchtern einen Blutzuckerspiegel über 120mg/dl aufweist.
Als typische Symptome benennen Mediziner: Durst,
Sehstörungen, Juckreiz, Entzündungen der Haut, schlecht
heilende Wunden, Harnwegsinfekte, Müdigkeit, häufiges
Wasserlassen, Lust- und Kraftlosigkeit.
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