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Brustkrebs-Therapie: Weltweit erste erfolgreiche
Teilung der gesunden Brust nach operativer Entfernung
der erkrankten Brust (totale Mastektomie).
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Klinikum der Universität München,
In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 15.000
Frauen an Brustkrebs. Bei ca. 30 Prozent der Betroffenen
muss eine Brust entfernt werden. Ein solcher Eingriff
verändert nicht nur das äußere Erscheinungsbild,
sondern hat mitunter Auswirkungen auf die gesamte
Persönlichkeit. Mit Rücksicht auf die Lebensqualität
der Patientin ist eine Brustrekonstruktion daher
ein wichtiger Teil der Therapie, in der psychische
und ästhetische Gesichtspunkte neben den onkologischen
Aspekten angemessen berücksichtigt werden sollten.
Brustrekonstruktionen werden autolog, also mit
körpereigenem Gewebe, oder heterolog, mittels
Implantaten, durchgeführt. Somit entsteht
entweder ein Hebedefekt oder ein Fremdkörper
wird eingesetzt. Beides Nachteile die bis dato
nicht zu verhindern waren. Durch die Verwendung
von Gewebe der noch verbliebenen (kontralateralen)
Brust wäre beides vermeidbar. An der Klinik für
Geburtshilfe und Frauenheilkunde der
Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus
Innenstadt, ist dies nun weltweit erstmalig vor
wenigen Tagen erfolgreich realisiert worden.
"Bei einer 67-jährigen Patientin musste im
Rahmen der Mammakarzinomoperation
(Brustkrebsoperation), die rechte Brustkomplett
entfernt werden", sagt Dr. Darius Dian,
leitender Oberarzt der Universitäts-Frauenklinik
in der Maistraße. Der Die Operation durchgeführt
hat. "Durch die Teilung der bestehenden linken
Brust und den Transfer auf die andere Seite
haben wir bei dieser Patientin erfolgreich eine
Brustrekonstruktion in einem Operationsschritt
durchgeführt." Dies setzt natürlich ausreichend
vorhandenes Brustgewebe voraus.
Die erzielten Ergebnisse sind vielversprechend
hinsichtlich des
Genesungsverlaufs und der Ästhetik. "Zugleich
konnten wir den Nachweis erbringen, dass die
neue Operationstechnik funktioniert", erklärt
Prof. Dr. Klaus Friese, Direktor der zum
Klinikum der Universität München (LMU)
gehörenden Frauenkliniken in der Innenstadt und
Großhadern. "Das Mammasplitting ist eine neue
und vielversprechende Methode der
Eigengewebsrekonstruktion, ohne Hebedefekt oder
Implatateinlage." In weiteren Anwendungen
bei einem größeren Patientinnenkollektiv sollen
nun die wissenschaftlichen Daten gesammelt und
ausgewertet werden.
Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Friese
Direktor Klinik für Geburtshilfe und
Frauenheilkunde am
Klinikum der Universität München
Dr. Darius Dian
Ltd. Oberarzt der Klinik für Geburtshilfe und
Frauenheilkunde am
Klinikum der Universität München, Campus
Innenstadt
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind
im Jahr 2007 an den
Standorten Großhadern und Innenstadt etwa
500.000 Patienten ambulant,
poliklinisch, teilstationär und stationär
behandelt worden. Die 44
Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen
über mehr als 2.300
Betten. Von insgesamt 9.700 Beschäftigten sind
rund 1.700 Mediziner.
Forschung und Lehre ermöglichen eine
Patientenversorgung auf höchstem
medizinischem Niveau. Das Klinikum der
Universität München hat im Jahr
2007 etwa 57 Millionen Euro an Drittmitteln
eingeworben und ist seit
Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-
muenchen.de
zum
Jahresindex


Die vollständige
englischsprachige Version dieser Studie
finden Sie
hier
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