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30.000 Bandscheiben-OP´s pro Jahr sind meist
"für die Katz":
Orthopäden betonen, dass die Vorteile von
Bandscheiben-Operationen wissenschaftlich nicht belegt
sind
Wirbelsäulen-Operationen sind auch bei
Fachleuten
umstritten.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen
Analyse der
weltweiten Literatur, die Orthopäden aus
Düsseldorf beim diesjährigen
Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in
Berlin vorstellten.
"Kurzfristig können Operationen bei
Bandscheibenvorfällen an der
Lendwirbelsäule helfen, mittel- und langfristig
sind die Ergebnisse
von operierten und nicht-operierten Patienten
gleich", sagte
Prof. Dr. med. Peter Wehling vom Zentrum für
Molekulare Orthopädie
in Berlin nach Auswertung von circa
1.200
Publikationen. Zu diesem
Schluss kommt zum Beispiel die weltweit größte
klinische Studie bei
1.244 Bandscheibenpatienten. "Die verschiedenen
Studien machen
deutlich, dass es beim Bandscheibenvorfall keine
Standardtherapie
gibt. Vielmehr ist ein individuell auf jeden
Patienten abgestimmtes
Behandlungskonzept auf Basis einer gründlichen
Diagnostik gefragt",
sagte Wehling.
Rückenschmerzen - Ein Therapie-Mix führt zum
Erfolg
Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall sind
eine gründliche
Diagnostik mit MRT (Magnetresonanz-Tomographie)
und eine genaue
Schmerzmessung erforderlich. "Durch das
Verständnis des Schmerzes kann
eine fundierte Entscheidung für die
voraussichtlich optimale Therapie
gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden",
erklärte Wehling. Eine
Operation sei immer dann notwendig, wenn eine
akute Blasen-Mastdarm-
Störung oder schwere Nervenausfälle vorliegen.
Ansonsten führt eine
Kombination aus medikamentöser Therapie,
Physiotherapie und Akupunktur
zur Besserung.
"Bei der nicht-operativen Behandlung hat die
Injektionstherapie an der
Nervenwurzel einen hohen Stellenwert", betonte
Wehling. Zur
Schmerzlinderung, die im Vordergrund steht,
können verschiedene
schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
(z.B. Diclofenac,
Kortison) sowie körpereigene Proteine, wie die
Orthokin-Therapie,
eingesetzt werden.
Bei der Orthokin-Therapie werden aus dem Blut
des Patienten
entzündungs- und schmerzhemmende Proteine
gewonnen und an die
betroffenen Nerven injiziert. Hierbei handelt es
sich unter anderem um
das Protein Interleukin-1-Rezeptorantagonist.
Das körpereigene Serum
lindert die Schmerzen nachhaltig und stoppt die
Entzündung der Nerven.
Damit tritt eine deutliche Besserung der
Rückenschmerzen ein. Die
Wirksamkeit und Sicherheit der
Orthokin-Rückentherapie ist durch eine
klinische Studie an der Ruhruniversität Bochum
belegt, die kürzlich in
der Fachzeitschrift Spine veröffentlicht wurde.
Rückenschmerzen - eine häufige Erkrankung
In Deutschland werden jährlich circa 30.000
Bandscheibenoperationen
vorgenommen, bei der die Bandscheibe entfernt
wird. - Mindestens
einmal im Leben leidet fast jeder Mensch unter
Rückenschmerzen. Das
Kreuz mit dem Kreuz kann je nach Alter
verschiedene Gründe haben. Im
mittleren Alter sind häufig Bandscheibenvorfälle
die Ursache des
Leidens. Besonders häufig sind Männer im Alter
von 35 bis 45 Jahren
betroffen. Älteren Menschen machen oft
Veränderungen der Wirbelsäule
und Abnutzungserscheinungen zu schaffen. Auch
Fehlhaltungen,
genetische Faktoren oder seelische Belastungen
spielen eine Rolle.
Gemeinsam ist vielen Rückenleiden, dass
Bandscheibe oder Knochen auf
die empfindlichen Nerven drücken, die zwischen
den Wirbeln austreten.
Schmerzen und manchmal Gefühlsstörungen der
betroffenen Bereiche sind
die Folgen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur
Verfügung:
Zentrum für Molekulare Orthopädie
Prof. Dr. med. Peter Wehling
Königsallee 53-55
40212 Düsseldorf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Antje Kassel, Dipl.-Journ.
E-Mail
a.kassel@gmx.de
Informationen zum
Thema Bandscheibendegeneration in WIKIPEDIA
hier
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